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Titelgeschichte

Vom Wert der Freundschaft

Das Internet und die sozialen Netzwerke vermitteln uns ein merkwürdiges Verständnis von Freundschaft. Auf Facebook können wir Hunderte von „Freunden“ haben – und fühlen uns im Alltag oder jetzt, in der Adventszeit, vielleicht trotzdem einsam. Ein Grund mehr, einmal der Frage nachzugehen, was Freundschaft eigentlich ausmacht.

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Spielen, Spaß und besondere Momente: So entstehen Freundschaften. Manchmal für immer. Foto:  © Jenny Sturm/Fotolia


Das Etikett „Freund“ wird im Zeitalter des Internets rasch vergeben, denn je mehr Freunde ich in sozialen Netzwerken vorweisen kann, desto beliebter und erfolgreicher scheine ich zu sein! Doch auch, wenn es in der Facebook-Welt so aussieht: Freundschaften sind nicht erst im amerikanischen Silicon Valley erfunden worden. Freundschaften gibt es wahrscheinlich schon so lange, wie es Menschen auf der Erde gibt, denn Menschen sind soziale Wesen und auf Gemeinschaft angewiesen. Allerdings hat jeder von uns seine eigenen Vorstellungen, was das heißt: Freunde sein. Denn Freundschaft ist nicht gleich Freundschaft: Da gibt es die besagten Facebook-Freunde, den Kegelbruder, die Schulfreundin, den Sportkameraden oder den Parteifreund.

Freunde machen das Leben wertvoll

Freundschaften lassen sich anscheinend nach ihren Beweggründen und ihren Motiven – zum Beispiel: gemeinsamen Interessen – unterscheiden. Doch wann ist jemand mein Freund oder meine Freundin und wann nur ein Bekannter? Und wozu brauchen wir überhaupt Freunde im Leben?

Diese Fragen gehören zu den zentralen Themen, die unser Menschsein berühren und mit denen sich schon die Gelehrten in der Antike beschäftigten. Der römische Schriftsteller und Philosoph Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) war der Meinung, eine echte Freundschaft lasse sich nicht auf Motive – in unserer heutigen Zeit zum Beispiel den gemeinsamen Besuch von Partys oder Fußballspielen – reduzieren, denn solche „Freundschaften“ seien austauschbar und beliebig. Hierbei handelt es sich wohl eher um Bekanntschaften.

Für Cicero waren Freundschaften mehr als Zweckgemeinschaften. Für ihn waren sie echte Bereicherungen des Lebens, die unser Dasein durch Zuneigung und Vertrauen erst wirklich wertvoll und glücklich machen. In seinem kleinen Werk „Laelius – Über die Freundschaft“ schreibt Cicero schon im Jahr 44 vor Christus: „Was gibt es Schöneres, als einen Menschen zu haben, mit dem du dich alles so zu reden traust wie mit deinem eigenen Ich?“
Eine Aussage, die die heutige Glücksforschung bestätigt: Denn nach deren Erkenntnissen spielen Freundschaften eine wichtige Rolle für unser persönliches Wohlbefinden. Aktuelle Studien zeigen, dass Freunde nicht nur dafür sorgen, dass wir uns psychisch im Gleichgewicht befinden, sondern uns auch körperlich gesund halten. Verschiedene Untersuchungen konnten nachweisen, dass Menschen, die über ein stabiles soziales Netzwerk – und zwar in der realen Welt, nicht im WWW – verfügen, nicht so oft erkranken.

Michel de Montaigne (1533–92) schrieb in seinem berühmten Essay „Von der Freundschaft“ schon Ende des 16. Jahrhunderts, die Freundschaft sei kein „unstetes Feuer“ wie die Liebe, sondern eine stete Wärme.

Offen auf andere Menschen zugehen

Und wie finde ich Freunde? Hierfür gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Wichtig ist, offen auf andere Menschen zuzugehen, zuhören und mitfühlen zu können. Auf keinen Fall sollte man den Kopf hängen lassen, wenn es mit der Freundschaft nicht gleich klappt, denn gerade Zuneigung und Vertrauen brauchen ihre Zeit. Außerdem dürfen wir im Zeitalter der „sozialen Medien“ nicht vergessen, dass es nicht darauf ankommt, sein Netzwerk ständig zu erweitern. Viel wichtiger ist es, vorhandene Freundschaften zu ‧leben und zu pflegen. Verbundenheit und Vertrauen entstehen nach und nach und nicht auf Knopfdruck. Zum Beispiel, wenn sich jemand behutsam öffnet.

Doch Vorsicht! Wer im Gespräch gleich den großen Seelenstriptease hinlegt, kann in Sachen Freundschaft genauso Schiffbruch erleiden wie derjenige, der immerzu nur über das Wetter redet.

Für alle, die sich mit Freundschaften schwertun, gibt es einen Trost: Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass ein Mensch in seinem Leben sowieso nicht mehr als einen bis maximal fünf gute Freunde besitzt. Bei Freundschaften zählt eben nicht die Quantität, sondern die Qualität!

Man sieht nur mit dem Herzen gut!

Der Volksmund sagt zwar, dass sich Gegensätze anziehen. Die soziale Realität zeigt aber, dass sich doch eher „Gleich und Gleich“ gern gesellt. Lehrer sind deshalb häufig mit anderen Lehrern befreundet und die Verkäuferin mit an‧deren Verkäufe‧rinnen – und trotzdem gibt es auch gute und tiefe Freundschaften zum Beispiel zwischen dem Atomphysiker und dem Maurer. Die moderne Psychologie hat nämlich herausgefunden, dass die Gleichheit bei Freundschaften zwar eine wichtige Rolle spielt, hierbei aber die subjektive Wahrnehmung von Ähnlichkeiten viel wichtiger ist als die real existierenden. Mit anderen Worten: Die gefühlte Ähnlichkeit zwischen zwei Personen ist für eine echte Freundschaft viel wichtiger als Äußerlichkeiten, wie der Beruf oder der soziale Status von Menschen.

Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry (1900– 1944) brachte diese moderne Erkenntnis schon vor vielen Jahrzehnten ganz wunderbar auf den Punkt, indem er den Fuchs zum Kleinen Prinzen sagen ließ: „Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesent‧liche ist für die Augen unsichtbar.“
cwk



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Baukunst in Niedersachsen.

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Hardcover, Umfang: ca. 200 Seiten
Autor: Christian Wiechel-Kramüller
Verlag: Bahn-Media Verlag, Telefon: 05820 970 177 0
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